| Monitoring permanent plots at Wadden Sea National Park Lower Saxony |
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Es wurden Vorschläge für ein Konzept zum langfristigen vegetationskundlichen Monitoring von DF unter verschiedenen Gesichtspunkten erarbeitet. Diese können als Basis für zukünftige DF-Untersuchungen bzw. Fortführung bestehender Untersuchungen im NLP dienen. Der Schwerpunkt beider Projekte lag in der Aufarbeitung und Eingabe historischer und aktueller Daten mit eindeutigem Lagebezug in die Datenbank Turboveg. Ein großer Teil der DF wurde in 2004 bzw. 2005 erneut erfasst und einheitlich mit Dauermagneten versehen. In enger Absprache mit der Nationalparkverwaltung "Niedersächsisches Wattenmeer" wurden neue DF angelegt. Weitere Daten von Nachfolgeprojekten (Sahlenburger Außendeichs-Salzwiesen, Dünentäler Borkum, Orchideengrünland und Borstgrasrasen der Ostfriesischen Inseln) sind bereits Ende 2006 im Auftrag der Nationalparkverwaltung in die Datenbank Turboveg eingegangen. Über die Datenbank können neben den eigentlichen Vegetationsaufnahmen weitere Rahmenparameter wie Vegetationstyp (FFH-Lebensraumtyp, TMAP-Typ), Lage der Aufnahmefläche im Gebiet (Gemeinde, Insel, Messtischblatt, Quadrant, Minutenfeld, Koordinaten), Nutzung, Jahr, Autor und ökologische Zeigerwerte abgefragt werden. Die ältesten DF im Küstenvorland liegen im Jadebusen und stammen aus dem Jahr 1982. Zum gesamten Küstenvorland liegen 3939 Vegetationsaufnahmen vor. Dauerhaft mit Magneten vermarkt und mit einem GPS eingemessen sind dort 592 Flächen. In der Datenbank liegen jetzt 1336 historische vegetationskundliche DF mit Lagebezug vor. Für die Ostfriesischen Inseln liegt (Stand Dezember 2006) ein einheitlicher Datenbestand von 2.067 Vegetationsaufnahmen mit Lagebezug vor. Von diesen sind 374 DF mit Magneten dauerhaft gesichert. Die DF-Anzahl und die Aufnahmefrequenz richtet sich im Wesentlichen nach den zu erwartenden Vegetationsveränderungen, den Veränderungsmöglichkeiten des Lebensraums und der Arten sowie den vorhandenen Geldmitteln. Wünschenswert sind für viele DF jährliche Untersuchungen, insbesondere in Flächen mit hoher Dynamik (Pioniergesellschaften, Flächen mit Änderung von Rahmenparametern wie Nutzungsextensivierung, Begrüppung etc.). Hingegen können andere DF seltener untersucht werden, insbesondere wenn es um die Dokumentation von langjährigen Trends geht, in denen nicht die Fluktuation einzelner, meist annueller Arten wichtig ist. Für ein allgemeines Monitoring wurden in tabellarischer Form Vorschläge für eine minimale Aufnahmefrequenz der DF abgegeben. Als optimale DF-Anzahl pro Vegetationstyp gilt, dass möglichst viele DF wünschenswert sind. Die DF-Anzahl sollte sich an der Homogenität der insgesamt vorkommenden Vegetationstypen orientieren. Je gleichmäßiger der Bestand im Untersuchungsgebiet auftritt, desto eher wird eine kleine Stichprobe die Gesamtheit repräsentieren und um so weniger DF sind notwendig. Als Richtwert sollte angestrebt werden, dass pro Vegetationstyp mindestens zwei bis drei DF vorliegen sollten. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass Vegetationstypen insel- bzw. gebietsweise, je nach Standortbedingungen wie beispielsweise Vorhandensein von Kaninchen oder Intensität des Kalkgehaltes im Boden, unterschiedlich ausgebildet sein können. Zeitreihen sollten nicht vor einem Beobachtungszeitraum von 8 Jahren beendet werden. Bei Erfolgskontrollen und Frühwarnsystemen (Biomonitoring) sollte der Beobachtungsrhythmus sehr fein gewählt werden, damit z.B. eine erneute Maßnahme bzw. eine Frühwarnung überhaupt noch möglich ist, bevor die Ziel-Arten/Vegetation bereits verschwunden ist. Das Monitoring von Artenschutzmaßnahmen in feuchten Dünentälern sollte – wenn möglich – jährlich durchgeführt werden. Das zeigen die Ergebnisse der Erfolgskontrollen hochgradig schutzwürdiger Arten auf Borkum. Im Rahmen der beiden Wattenmeer-Stiftungs-Projekte konnten nur Daten über DF/Vegetationsaufnahmen erfasst und in die Datenbank überführt, aber nicht ausgewertet werden. Die Datenauswertung erfolgt bzw. erfolgte über andere Projekte.
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